Vorwürfe im Sexualstrafrecht sind für alle Beteiligten hochsensibel. Schon das Ermittlungsverfahren kann erhebliche persönliche, familiäre und berufliche Folgen haben. Diskretion und eine sachliche Aktenanalyse sind deshalb besonders wichtig.
Keine spontane Rechtfertigung
Der Impuls, einen Vorwurf sofort richtigstellen zu wollen, ist verständlich. Ohne Kenntnis der Aussage und der übrigen Ermittlungen lässt sich jedoch kaum einschätzen, welche Details rechtlich entscheidend sind. Nutzen Sie Ihr Schweigerecht und vermeiden Sie direkte Kontaktaufnahmen zur anzeigenden Person.
Sorgfältige Prüfung der Beweislage
In vielen Verfahren stehen Aussagekonstellationen, Chatverläufe, digitale Daten oder rechtsmedizinische Befunde im Mittelpunkt. Zu prüfen sind Entstehung, Konstanz und Inhalt von Aussagen, mögliche Widersprüche sowie die rechtliche Einordnung des behaupteten Geschehens.
Typische Verfahrenssituationen
- Vorladung oder schriftliche Anhörung
- Durchsuchung und Sicherstellung digitaler Geräte
- Kontakt- oder Näherungsverbote
- Untersuchungshaft
- Anklage und Hauptverhandlung
- Auswirkungen auf Beruf, Familie und öffentliches Ansehen
Vertrauliche Verteidigung
Ihre Angaben unterliegen der anwaltlichen Verschwiegenheit. Nach Akteneinsicht werden Chancen, Risiken und das weitere Vorgehen offen besprochen. Öffentliche Vorverurteilungen ändern nichts daran, dass im Strafverfahren die Beweislage zählt.
Diskrete Kontaktaufnahme: Rufen Sie direkt an oder nutzen Sie das Formular mit einer knappen Schilderung. Sensible Unterlagen können nach Erstkontakt über einen geeigneten Weg übermittelt werden.